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Analgosedierung  bei zahnärztlichen Eingriffen

Analgosedierung wird in der Zahnarztpraxis durchgeführt bei langdauernden Eingriffen, bei ängstlichen Patienten oder Patienten mit einem übersteigerten Würgereiz.
Dabei kombiniert man 2 Methoden miteinander:  die örtliche Betäubung wird vom Zahnarzt durchgeführt, zusätzlich werden vom Anästhesisten Medikamente, die das Schmerzempfinden reduzieren und einen leichten, schlafähnlichen Zustand hervorrufen intravenös verabreicht.

Die einzelnen Verfahren


1. Die örtliche Betäubung
Bei der Lokalanästhesie wird das Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) direkt  in das zu untersuchende/ operierende Gebiet gespritzt und dieses somit betäubt.

2. Die Sedierung (Dämmerschlaf)
Gelegentlich sind Eingriffe in örtlicher Betäubung trotz völliger Schmerzfreiheit unangenehm und belastend. Daher erhalten Sie bereits vor, aber auch noch während des Eingriffs ein Beruhigungsmittel (Sedativum), das Sie, je nach Bedarf, in einen leichten bis tiefen Dämmerschlaf versetzt.

3. Analgesie (Schmerztherapie)
Schmerzmittel, die intravenös verabreicht werden, führen zu einer gut steuerbaren Schmerzlinderung.

Ist mit Komplikationen zu rechnen?


Kein medizinischer Eingriff ist völlig frei von Risiken!
Art und Schwere der Grunderkrankungen, eventuelle Begleiterkrankungen, Lebensalter sowie Lebensgewohnheiten und andere Faktoren bestimmen das Risiko mit.

Während eines Eingriffs mit  Lokalanästhesie und  Analgo-Sedierung treten ernste Komplikationen sehr selten auf. Durch die ununterbrochene Überwachung der Körperfunktionen kann der Arzt etwaige Störungen sofort erkennen und behandeln.  Der Anästhesist ist hierfür speziell ausgebildet.

- Seltene Ereignisse
Leichtere allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) gegen Betäubungs- und Beruhigungsmittel und andere Medikamente, die sich z.B. als Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag äußern. Sie klingen meist wieder ab bzw. können gut behandelt werden.
Beeinträchtigung der Atmung und starke Herz-Kreislaufbeeinträchtigung kommen sehr seltenen vor.

Vorbereitung


Wir bitten Sie,  von Ihrem Hausarzt die letzten Laborwerte (kl. BB, Elektrolyte, Kreatinin) / ggf. ein EKG (bei Herz-Vorerkrankungen) mitzubringen.

Vor der Behandlung:


Am OP Tag:  sie dürfen eine leichte Mahlzeit bis 6 Stunden vor dem Eingriff einnehmen, danach bitte nicht mehr essen und bitte nicht rauchen. Bis 2 Stunden vor dem Eingriff dürfen Sie kleine Mengen trinken. Trinken Sie bitte klare Flüssigkeiten (wie z.B. stilles Wasser, ungesüßten Tee) - keine Milch, keine Obstsäfte!
Nehmen Sie bitte die Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen, weiter ein. Falls Sie blutgerinnungshemmende Medikamente (z.B. Aspirin, Marcumar, Heparin) einnehmen bzw. spritzen, teilen Sie uns dies bitte unbedingt mit. Sollten Sie Diabetiker sein, besprechen Sie bitte das Management vorher mit uns.  Lackieren Sie sich nicht die Fingernägel oder entfernen Sie bitte mindestens von einem Fingernagel den Nagellack.

Während der Behandlung:


Ein Tropf (intravenöse Infusion) wird Ihnen unmittelbar vor dem Eingriff angelegt, damit während des Eingriffs bei Bedarf Medikamente nachgespritzt werden können. Zur Überwachung wird ein Pulsoxymeter angelegt, das die Sauerstoffsättigung in Ihrem Blut registriert. Der Blutdruck wird regelmäßig kontrolliert.

Nach der Behandlung:


Nach dem Eingriff werden Sie weiterhin überwacht, bis Sie ausgeschlafen sind und der Kreislauf  stabil ist.
Nach Rücksprache mit dem zahnärztlichen Team können Sie einige Zeit danach anfangen, vorsichtig zu trinken und kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Durch die Nachwirkung der verabreichten Medikamente dürfen Sie erst nach 24 Stunden wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen bzw. selbst ein Fahrzeug oder Zweirad lenken, Arbeiten an Industriemaschinen bzw. Arbeiten ohne sicheren Halt durchführen sowie wichtige Entscheidungen treffen.
Für den Heimweg lassen Sie sich also bitte abholen. Sorgen Sie auch für eine Betreuung zu Hause.

Rauchen sollten Sie besser gar nicht mehr, frühestens aber wieder nach 24 Stunden, das gilt auch für den Alkoholgenuss. Informieren Sie  uns bitte unverzüglich, wenn sich bei Ihnen nach der Operation Atem- oder Kreislaufstörungen, Störungen des Bewusstseins, Übelkeit, Erbrechen, Fieber über 38°C  einstellen.
      Analgosedierung

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